Gaumenobturatoren sind Kunststoffhohlkörper die einen Defekt im Oberkiefer verschließen, der als irreparabel gilt und der nicht mehr mit körpereigenem Gewebe gedeckt werden kann.
Möglicherweise auch bei unsicher medizinischer Prognose oder ein solcher Eingriff von Patientenseite nicht toleriert wurde.
Der Verschluss eines Gaumendefecktes ist eine absolute Notwendigkeit zwecks Erhaltung der Lebensqualität eines Menschen. Eine Leckage im Gaumen heißt ansonsten häufig für den Betroffenen, Ausschluss von sozialen Kontakten. Patienten mit Gaumendefekten haben Probleme Speisen und Getränke zu sich zunehmen. Nahrung und Flüssigkeit kommen häufig durch andere Körperöffnungen, wie beispielsweise der Nase wieder heraus. Es peinigt die Betroffenen, die sich daher aus Scham aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Des Weiteren näselt der Betroffene bestenfalls noch, oder kann sich sprachlich gar nicht mehr verständigen. Zur sprachlichen Kommunikation ist ein geschlossener Oberkiefer wichtig.
Das Größenausmaß dieser Defekte, reicht von Erbsen- bis zu halber Orangen – oder gar Birnengröße. Ein Obturator kann den Defekt dicht und genau verschließen und ist ausschließlich als individuell gefertigtes Hilfsmittel produzierbar. Obturatoren werden fast ausnahmslos als Hohlkörper gefertigt, nur so haben sie ein akzeptables Gewicht und können problemlos getragen werden.
Als Material kommen meist Kunststoff oder Silikon zum Einsatz. Silikon hat den Vorteil flexibel zu sein und sich leicht in den Defekt einbringen zu lassen.
Kunststoff hingegen darf als langlebiger betrachtet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die se Obturatoren erweiterbar sind. Dadurch dass das Material starr ist, kann es nicht bei unter sich gehenden Defekten eingesetzt werden.
Es ist des Weiteren möglich, sehr dünnwandige und leichte Stahlobturatoren herzustellen. Ihr Vorteil ist, dass sie sehr leicht sind und sich ausgezeichnet reinigen lassen. Ihr Nachteil ist der höhere Preis, dazu kommt, dass eine Erweiterung nicht möglich ist. Reparaturen werden sehr teuer, dass sich oft der Aufwand nicht lohnt. Der starre Prothesenkörper ist nur bei wenigen Betroffenen schmerzlos einsetzbar.
Obturatoren werden oft auch mit Epithesen gekoppelt, dass ist besonders effektiv wenn hierzu Prothesenmagnete Verwendung finden. Bei der Firma Anaplastology-Care finden alle weltweit produzierten Implantate für die defektgetragenen Epithesen – Versorgungen Anwendung, sofern es dem Betroffenen dienlich ist. Als Patient in unserem Hause werden Sie auch über alle möglichen Alternativen aufgeklärt.